Honig aus dem Alentejo
Honig aus dem Alentejo

Auch wir sitzen seit Anfang März2020 in Quarantäne und grübeln hin und her, wie alles wohl weiter gehen mag? Daher tauchen wir weiter in Themen zur Natur ein, denn diese umschließt letztendlich unseren Lebensraum.


Kürzlich lasen wir einen Artikel über Oxymel und dessen Kräfte zur Stärkung des Immunsystems. Was für ein Name, dachten wir uns. Und in der Tat, es war nicht schwer und wir wurden schnell fündig. Wir stellen immer wieder fest, dass die einfachsten Dinge oft die wirkungsvollste sein können. Ich stelle mir oft die Frage: "Haben wir vergessen, was wir vergaßen?" (lach...)

 

Jo, wir lachen auch oft über diese Frage. Und sie bringt uns immer wieder zum Nachdenken, über verlorenes Wissen oder - "Keine Zeit oder Null Bock auf solche Themen?" Ich weis es nicht, was da so passiert ist mit uns Menschen und weshalb so viel Wissen verloren ging. Umso mehr erfreut es mich, wenn ich alte Rezepturen finde und regionale Zutaten hernehmen kann. Es fühlt sich einfach nicht gut an, wenn wir auf Zutaten oder Lebensmittel von Übersee zugreifen. Wir haben noch nicht viele Möglichkeiten und verzichten nicht gänzlich darauf - aber wenn es in erster Linie darum geht bestimmte Wirkstoffe zu sich zu nehmen, dann fühlt es sich für uns normal an, diese Dinge aus der unmittelbaren umgebung zu besorgen. Ich bin immer wieder erstaunt, was in meiner Küche bereits ausgewechselt wurde.

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Was genau ist Oxymel?

Laut Internetsuche: Lateinisch Oxy (sauer) mel (Honig) ergibt eine Mischung aus Essig und Honig oder auch gerne Sauerhonig. Neu ist diese Rezeptur allerdings nicht. Bereits im Mittelalter und der Antike kam Oxymel bei Behandlungen von Krankheiten zum Einsatz, so liest es sich im Internet. Also ist Oxymel eine Mischung aus Honig, Essig und Kräutern. Über die wohltuenden Kräfte des Honigs brauche ich nicht viel zu sagen, denn fast jeder hat schon mal davon gehört oder gelesen. Essig kommt bei uns in der Küche fast täglich zum Einsatz, also warum nicht auch mal eine andere Variante ausprobieren?

Honig bekamen wir bis zum Lockoff durch COVID-19 aus der unmittelbaren Umgebung und haben damit den Schäfer aus der Region unterstützt. Wie es dieses Jahr mit Honig ausschaut, liest sich leider noch nicht in den Sternen ab. Ab August müsste es den ersten Honig geben – bis dahin ist halt noch abzuwarten.

Essig machen wir seit 2017 selbst. Es fällt so viel Obst in unserem Obst- und Gemüsegarten an. Letztes Jahr hatten wir sogar Birnen, Trauben, Medronhofrüchte (die Frucht des Erdbeerbaum). Übrigens werden aus diesen Früchten der bekannte Aguardente de Medronho   hergestellt. Aguardente de Medronho ist ein traditioneller Obstschnaps aus Portugal, der aus der Frucht des Westlichen Erdbeerbaums (Medronho) gewonnen wird, einem strauchartigen Gewächs aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Medronho-Bäume wachsen wild auf den teilweise kargen Böden der ländlichen Regionen wie Alentejo oder der inneren Algarve. (Quelle: Wikipedia) - Ergo auch in unserem Garten und in der ganzen Umgebung. Sie blühen bis spät in den Herbst und tragen ihre Früchte pünktlich zur Wintereinkehr. Somit haben wir den ganzen Winter über VitaminC und Antioxidanten zur Verfügung. 

Früher kam bei uns in der Küche der Rotwein oder Weißwein zum Einsatz. Mittlerweile benutzen wir als Säure beim Kochen und Backen nur noch unseren selbstgemachten Essig oder frisch gepresster Zitronensaft. Kräuter sammeln wir auch seit einigen Jahren frisch aus unserem Garten und es kommen immer mehr dazu. Tee, beispielsweise gibt es nur noch aus der eigenen Kräuterküche. So viel Varietät hatten wir früher nicht einmal in der Beutelvariante. Als Basistee kommt überwiegend der Cistrosentee zum Einsatz. Die Cistrose blüht fast das ganze Jahr und ist eine immergrüne Salbeiblättrige Zistrose. Dieser Tee hilft auch wunderbar in Zeiten der sogenannten Wechseljahre. Die Nächte sind seither ruhiger und Schweißarm.

Ich werde einige Solen mit verschiedenen Kräutern ansetzen und falls die Zeit es zulässt auch gerne berichten.

Die Rezepturen, die wir finden, sind ziemlich gleich.

Die Zutaten:

1 Teil getrocknete Kräuter

2 Teile Apfelessig

6 Teile Honig

Das Mischen:

1. Das wichtigste ist, ihr nehmt ein Glasgefäß, welches ihr in kochend heißem Wasser eintauchen könnt.
Kurz vor dem Einfüllen der Gläser besprühe ich die Gläser und die Deckel mit Essig.

2. Getrocknete Kräuter, nach Wahl und nach Wunschergebnis, klein schneiden. Frische Kräuter können zu Schimmelbildung führen.

3. Kräuter in die sterilen Gläser füllen, Honig aufgießen und Essig dazu geben. Das Glas verschließen gut schütteln.

4. Die fertig abgefüllte Gläser ca. 4 Wochen an einem dunklen Ort stehen lassen und hin und wieder die Gläser schütteln.

Einnahmen werden mit einem 1 Eßl. / Tag empfohlen.

 

Wusstet ihr, dass neben der wohltuenden Wirkung der ätherischen Ölen in Honig unter anderem „Bor“ enthalten ist?

(Was ist Bor? ) Weitere wichtige Inhaltsstoffe von Honig könnt ihr hier einsehen.

 

Ihr habt Erfahrung mit Oxymel oder Anrregungen? Antworten auf unserer FB-Seite

   
© LosTimeCatchers Sara & Schorsch
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