Bläuling - Aricia cramera
Bläuling - Aricia cramera

Die meisten Bläulings-Raupen leben in einer fast Freundschaft mit Ameisenarten zusammen, was in der Fachsprache – Myrmekophilie – bezeichnet wird.

Es summt und brummt im ganzen Garten. Es sind viele Bläulinge, Wildbienen und Schwebefliegen unterwegs. Wir haben dieses Jahr unsere Wiesen nur bedingt abgemäht, das macht sich nun nützlich. Zur Zeit blüht die Wildminze im ganzen Garten und es duftet über all. Die Temperaturen stehen gerade bei 42°C im Schatten und es weht ein verdammt heisser Wind während wir uns ein wenig einlesen um so mehr über diese wunderschöne Schmetterlingsart zu erfahren.

Die Bläulings-Weibchen haben gelernt sich im laufe der Evolution an den Ameisen anzupassen. So leben einige Bläulings-Arten im Ameisenbau und ernähren sich von deren Larven oder sie senden durch ihre Drüsen – Honigtau aus, so das die Ameisen sie füttern wie ihre eigene Raupen. Ähnlich wie bei den Blattläusen, die von Ameisen auf verschiedenste Weise gezüchtet und gefüttert werden.

Bläulinge (Lycaenidae) gehören der Familie der Schmetterlinge an und somit sind diese Tagfalter. Weltweit werden ca. 5200 Arten gezählt. An die 416 Gattungen. Unzählige europäische Arten sind an ihren Flügeloberflächen blau gefärbt

Aricia cramera
Aricia cramera
und sind männlich. Daher scheint wohl der Name des Bläulings zu kommen. Diese Schmetterlingsart ist hoch sensibel und reagiert oft verwundbar durch Eingriffe in ihre Lebensräume. In Mitteleuropa gelten bereits alle Arten als gefährdet. Wenn wir darüber nachdenken wie viel Lebensräume derzeit weltweit vernichtet werden damit die Massentierhaltung immer weiter ausgebaut werden kann, dann macht uns das sehr nachdenklich. Zuerst das Bienensterben und nun viele andere Arten in der Fauna-Welt, die tagtäglich verschwinden. Hinzu kommt das große Waldroden in ganz Europa, wo ganze Landstriche dem Erdboden eben gemacht werden. Oder die vielen Waldbrände, wo bis heute noch kein Mensch genau weiß, wie sie tatsächlich zustande kommen. Wir schauen im Sommer täglich auf der Seite des zivilen Schutz nach – Fogos PT - Zvielschutz. Dort stehen alle Meldungen zu Portugals Brände, die aktuell laufen oder bereits gelöscht wurden. Was uns immer mehr auffällt ist, dass viele Waldbrände dort stattfinden, wo massive Landwirtschaft stattfindet oder welche geplant ist. Viele Bauern fahren auch Sonntags und an den Tagen wo es heißt – Fase critica - durch ihre Wälder, mit ihren Traktoren, die alles zunichte machen und jede Wurzel, die in Symbiose zum Ökosystem steht zu tief einschneiden. Kein Wunder, dass einige Zeit später die Bäume absterben oder krank werden. Dazu haben wir in einem anderen Artikel geschrieben - Wie Portugal seine Wälder zerstört.

 

Mehr Faun und Flora, die wir als Fotografen hier zu Lande sammeln.

 

   
© LosTimeCatchers Sara & Schorsch